Mein persönliches Froschkonzert...

Im Mai 2014 konnte ich kaum meine Ohren trauen.... es quackte ungemein von meinem Garagendach, dass genau an meine Terrassenoase grenzt.

Auf meiner Arbeit wurde ich schon als "bescheuert" bezeichnet - klar Steffi bei Dir auf der Dachterrasse quarken Frösche... hast Du etwas getrunken?

Oh man - ich hörte die Frösche immer nur ab und an mal, sehen konnte ich sie erst nicht. Dann habe ich Tonaufnahmen gemacht um meine Arbeitkollegen von meiner Entdeckung zu überzeugen - bis ich Sie endlich sah... erst einen dann den zweiten und dann insgesamt 4 Stück.

Einer Freundin habe ich dann mein Dielämmer erzählt. Ich hatte auch Angst, dass das Wasser immer weiter verdampft und die Frösche dann keinen See mehr zur Verfügung haben. Meine Freundin hat sich dann dazu entschlossen die Frösche einzufangen und in ihren Teich umzusiedeln. 

Kurzerhand kam sie in den nächsten Tagen vorbei und versuchte die Frösche einzufangen. Das war eine Aktion - oh man als ob die es gerochen hätten, die waren auf einmal im Efeu verschwunden und wir mussten uns auf die Lauer legen. Aber es lohnte sich, sie hat die 4 Frösche erwischt und erfolgreich umgesiedelt und rief mich später noch an um mir ihr neues Froschkonzert zu präsentieren.

Woher kamen diese Frösche nur und vor allem wie kamen die auf ein 2m hohes Garagendach???

 

Ach ja meine Nachbarn waren so froh und konnten endlich wieder schlafen.. mich hatten Sie gar nicht gestört... ich schlafe ja auch zur anderen Seite. ;-)

 

Fortsetzung folgt? - Juli 2014 - es quakt wieder!!! ..... und dann sehe ich ihn - noch ein Frosch ... wir haben einen übersehen... den 5. Frosch... jetzt müssen wir diesen auch noch vom Garagendach befreien.. mal sehen wann wir das zeitlich hinbekommen..

 

Ein neuer Attentäter ist  da - Mai 2016 - es quakt wieder!!!

 

Froschkonzert ...klick

 

 

 

Mein „Urlaub“ in der Dominikanischen Republik vom 28.03.-05.04./06.04.2012
Am ersten Tag lief alles am Schnürchen. Um 4 Uhr aufstehen und um 5 Uhr ab nach Düsseldorf. Der Verkehr war wie erwartet sehr stark, aber ich kam sehr gut durch und war schon gegen 7 Uhr am Airport-Parkplatz. Durch einen Shuttledienst kam ich dann pünktlich am Flughafen in Düsseldorf an.
Planmäßig fliegt das Flugzeug mit mir nach München. In München hatte ich mehr als 3 Stunden Aufenthalt, dazu kam dann noch, dass der Flieger 2 Stunden Verspätung hat. Die Wartezeit vertreibe ich mir die Zeit und unterhalte mich mit einem netten jungen Elternpaar. Der Junge hat gerade einen Anfall, er ist Autist und sie suchen nach einer Möglichkeit für Ihn ein Beruhigungsmittel aufzutreiben. Ich hatte noch einige Medikamente in meiner Tasche (Reisekaugummies), diese lehnen sie aber ab und der Vater holt dann etwas aus der Apotheke. Als wir dann Alle endlich im Flieger sitzen, kommt die Vorfreude wieder und ich habe ein paar nette Gespräche im Flieger. Bin super motiviert und sehr ausgeglichen und zufrieden mit mir (glücklich mit mir).
Der Flug ist wie gedacht anstrengend, obwohl ich sogar den Platz neben mir frei habe, trotzdem kann ich nicht richtig gut sitzen und kann nicht schlafen. Als wir dann in Punta Cana angekommen sind. Ist es Mitten in der Nacht und ich bin endlich froh meinen Koffer zu haben und zum Hotelbus zu kommen. Vorher hatte mir noch ein Kofferträger den Koffer aus den Händen gerissen und ihn zum Bus gezogen, dafür wollte er Geld haben, worauf ich ihm nur gesagt habe, das er mir davon nix gesagt hätte und somit habe ich ihm auch nichts gegeben.
Nach längerem Warten im Bus sind alle Gäste eingestiegen und wir können starten. Wir fahren durch die dunkle Nacht, immer wieder sind auf der Straße Bodenschwellen und der Bus muss anhalten, langsam, darüber rollen, danach kann er erst wieder voll durchstarten. Wir brauchen nur 20 Min. um zum ersten Hotel zu kommen. Dabei müssen wir einige Kontrollschranken passieren. In jedem Kontrollhäuschen sitzen Wachdienstpersonal . Einige sogar mit einer Waffe in der Hand. Es wird alles noch komischer als ich dann auch noch eine Verfolgung mit der Polizei und Abführung von Verdächtigen mitansehen konnte. Weil es schon so spät ist sieht man sehr viel Prostituierte an den Straßenränder stehen und auch wieder andere Polizei die gerade mit einer Nutte und einem „Freier“ diskutieren. Es stieg in mir ein beängstigendes Gefühl hoch und ich beschloss dass ich lieber nicht die Hotelanlage verlassen sollte.
Nach der Ankunft im Hotel und des Eincheckens an der Rezeption geht es dann ab mit den hoteleigenen Bus in die Anlage. Oben im traumhaften Zimmer angekommen, genieße ich voll den schönen Anblick und gehe nach dem Ausräumen ins Bett.
Am nächsten Morgen war ich schon sehr früh am Frühstück-Büfett und anschließend bin ich gleich an den Strand gegangen. Leider hat sich den ganzen Tag die Sonne hinter den Wolken versteckt und anschließend regnete es auch noch 1,5 Stunden. Nach einem kurzen Abstecher zum Mittagtisch bin ich weiter zur Reiseberatung gegangen, die mich dann über einiges in der DomRep aufgeklärt hat. Nachdem ich noch Postkarten gekauft habe (die aber zu teuer sind zum wegschicken) habe ich mich wieder auf den Weg ins Hotelzimmer gemacht. Dort wollte ich kurz schlafen und dann zum Abendbrot gehen. Doch dazu bin ich nicht mehr gekommen, denn ich habe 12 Stunden bis zum nächsten Morgen geschlafen.
Als ich nächsten Morgen erwachte war es erst 5 Uhr Ortszeit und ich fing an mich langsam für Frühstück fertig zu machen. Im Bad fiel mir etwas auf den Boden und ich wollte es aufheben, plötzlich durchströmt mich ein Schmerzblitz in den Rücken und meine Beine drohten wegzusacken. Der Schmerz war so stark, dass ich langsam versucht habe wieder ins Bett zu kommen. Als ich endlich im Bett lag gingen die Schmerzen erst richtig los. Anfänglich dachte ich noch durch bestimmte Übungen, die ich von meinem Vater noch kenne, würde ich meinen Rücken wieder eingerenkt bekommen. Leider halfen diese nicht. Nach langem Überlegen und nach mehrfachen Versuchen schmerzfrei auf die andere Seite des Bettes zu gelangen um ans Telefon zu kommen, konnte ich endlich an der Rezeption anrufen, die die hoteleigenen Ärztin alarmierte. Ihr müsst Euch mal vorstellen wie ich da aussah, lag bauchüber auf dem Bett im Bikini und Strandkleid. Meine Haare waren total kraus und ich hatte vom Vortag überall Sonnenbrand (obwohl die Sonne hinter den Wolken war).
Das kann man alles gar nicht beschreiben in der Kürze der Zeit. Die Ärztin rief mich zurück und ich versuchte in meinem gebrochenen Englisch Ihr zu erklären was ich habe. Ich wusste nicht mal was Schmerzen auf Englisch heißt und Wirbelsäule erst recht nicht. Die Ärztin kam dann mit zwei Sicherheitsbeamten vorbei. Gut dass die Tür von Innen nicht verriegelt war, hatte ich am Vortag vergessen, so konnten die Sicherheitsbeamten die Tür mit dem Masterschlüssel öffnen.
Es war schon ein komisches Gefühl so hilflos fast nackt auf dem Bauch liegend so ausgeliefert zu sein. Ich hatte da noch die Hoffnung, dass sie mir eine Spritze gibt und es mir dann bald besser gehen würde. Doch mein Rücken interessierte sie erst mal überhaupt nicht, sie sagte mir dauernd das sie so und so viel in der Stunde kosten würde und ob ich mir das leisten könnte. Daraufhin habe ich Ihr versucht zu erklären, dass ich eine Auslandversicherung habe (kannte leider auch das nicht auf Englisch). Ich bat sie um mein Dictionary (Wörterbuch) das auf dem Tisch lag. Nach einigem Nachschlagen konnten wir uns verständigen. Sie betonte aber immer noch, dass ich Sie per Kreditkarte bezahlten müsse und es noch nicht klar wäre ob die Versicherung Ihr Kosten auch übernehmen würde. Aber ehrlich mir war das in diesem Moment so was von egal, ich wollte nur die Schmerzen weghaben. Da ich leider die Versicherungsunterlagen und meine Kreditkarte im Safe liegen hatte, konnten wir ohne weiteres nicht weiter machen. Die Telefonnummer von der Reiseleitung lag noch bereit auf dem Tisch und diese rief die Ärztin an und diese klärte mich dann endlich in Deutsch auf wie es weitergehen soll. Als allererstes müsste ich den Safe selbständig öffnen, da keiner ohne meine Anwesenheit diese öffnen dürfte und ich die Ärztin würde dann die Auslandsversicherung anrufen. Danach würde eine Ambulanz kommen und ich durch 4 Männer die Treppen heruntergetragen werden. Anschließend müsste ich in Hospital gefahren werden wo geklärt werden müsste was mit meinem Rücken ist.
Wenn man das im Nachhinein so schreibt könnte man echt denken, dass es nur ein paar Minuten gedauert hat und auch nicht so problematisch war.
Nach dem Telefonat mit der Versicherung, der Klärung das die Kosten für die Ambulanz und das Hospital übernommen werden. Krame ich mit dem Sicherheitspersonal meine Geldbörse und die Unterlagen für die Versicherung zusammen und es geht los. 4 arme Männer tragen mich zwei Treppen runter und direkt in den Krankenwagen. (Das Hotel hat leider kein Lift) Wir halten vor den Transport noch in der Hotelkrankenstation an und sie versuchen mir einen Zugang zu legen. Sie finden keine Vene und klopfen ständig auf meine Handrücken rum, was gerade auf der rechten Seite sehr schmerzhaft ist, da ich einen Sonnenbrand habe. Endlich finden sie an der linken Hand eine Vene und bohren den Zugang. Alles leider sehr schmerzhaft und mein Zittern wird größer. Die Schmerzen sind kaum zum Aushalten. Danach legt mir die Ärztin einen Tropf mit Schmerzmedizin an und wir starten zum Hospital. Immer halte ich meine Tasche nah auf meinem Bauch um meine
Sachen zu schützen. Auch den Schlüssel vom Hotelzimmer und Safe habe ich in dieser Tasche. Nach einer Fahrt von ca. 20 Min. komme ich endlich im Krankenhaus an und werde dort sofort in ein Untersuchungszimmer geschoben, wo ich per MRT untersucht wurde. Bei der Untersuchung nehmen sie mir meine Tasche ab, aber ich kann sie die ganze Zeit noch sehen und bin beruhigt. Anschließend werde ich in ein Behandlungszimmer geschoben und alleine gelassen. Dauernd schauen Schwestern in das Zimmer und erledigen Ihre Arbeit, was nichts mit mir zu tun hat. Endlich kommt ein Arzt und fragt mich auf halb Englisch/halb Spanisch nach meinen Schmerzen und was ich habe. Ich muss Ihm erklären, wo die Schmerzen sind und was ich für eine Rückenvorgeschichte habe. Er untersucht meine Funktionsfähigkeit der Beine und sagt mir anschließende das die Schmerzen in 24 oder 48 Stunden weggehen müssten. Zum wiederholten Male fragt er mich ob ich wirklich alleine hier hingeflogen wäre und ob ich nicht Angehörige im Hotelzimmer hätte. „Wie können sie so dumm sein hier alleine hinzufliegen, warum hat diese hübsche Frau keinen Mann – Was sucht die hier eigentlich, wollte Sie nur Ihren Spaß“ das alles kann man auf dem Gesicht vom Arzt /Ambulanzfahrer / Ärztin sehen – teilweise werden mir auch viele Fragen gestellt, warum ich keinen Mann hätte usw. Grausig die sollen mich in Ruhe lassen und sich um mich kümmern, damit ich schnell wieder auf die Beine komme. Ich bekomme das erste Mal in meinen Leben einen Katheter Zugang gelegt und brauche somit nicht mehr aufzustehen um auf die Toilette zu gehen. Gegen 16 Uhr komme ich in das Hospitalzimmer (314). Es stehen zwei Betten drin und ein kleiner Fernseher. Ein extra Bad ist auch vorhanden. Ich werde umgebettet und mir werden noch andere Schmerzmittel verpasst, danach werde ich alleine gelassen. Meine Handtasche lege ich auf den Nachttischschrank und versuche das Bett per Steuerung bequem einzustellen. Kaum liege ich gerade falle ich auch in einen tiefen Schlaf. Als ich schreckhaft erwache kontrolliere ich als erstes meine Handtasche und bin froh dass alles noch da ist. Zur Sicherheit lege ich diese unter meiner Bettdecke und schlafe wieder ein. Abends erwache ich vor Schmerzen und drücke nach der Krankenschwester. Diese kommt auch sehr schnell und merkt dass ich Schmerzen habe und versucht eine Linderung durch neues Einstellen meines Bettes zu helfen. Doch jede Bewegung im Bett erzeugt neue Schmerzen bei mir und ich schreie am Spieß vor Schmerzen bis sie das Bett endlich gerader einstellt und ich etwas Linderung verspüre. Anschließend telefoniert sie wohl mit dem Arzt und ich bekomme eine Schmerzspritze, die mich gleich wieder wegduseln lässt. (Freitag ca. 18 Uhr). In der Nacht bekomme ich wieder den Schmerztropf angelegt, schlafe aber gottseidank immer wieder ein. Habe überhaupt keine Kontrolle mehr wie viel Uhr es ist, denn meine Uhr war stehen geblieben. Der Nachttisch mit dem Telefon und Zeitangabe stand zu weit weg. Auch an den Notrufknopf kam ich nicht mehr ran, da dieser am Nachttisch hing. Langsam geht die Sonne auf und mir wird immer mehr bewusst, dass ich hier hilflos in meinem Körper gefangen bin und ich keinen anrufen kann, da ich keine Telefonnummer mithabe. Nur die von der Versicherung.
Immer wieder rede ich mir gut zu und beruhige mich, damit ich nicht von unnötigen Weinattacken überfallen werde. Auch die Worte von dem Buch was ich am Tag vorher noch am Strand gelesen habe, kamen immer wieder in meinem Kopf geschossen. Bei der nächsten Angstattacke kam mir in den Sinn mal zu versuchen ob ich über meinen Bauch Nachrichten an Silia und Susanne senden kann. Ich schaue auf mein Handgelenk, wo noch das Allinklusive-Armband vom Hotel hängt und versuche Ihnen den Namen mitzuteilen. Ich flehe Sie an Micha Bescheid zu geben und ihn mir zu schicken damit er mich hier rausholt. Oder im Hotel anzurufen oder oder oder.
Immer wieder sehe ich sein Gesicht vor mir und denke an die schöne Zeit, die wir zusammen hatten und wieder hätten wenn er es nur wollte. Ich weiß es wäre besser zu denken, dass er nicht mehr lebt, aber er gibt mir in dieser Zeit so viel Kraft und baut mich auf.
Langsam beruhige ich mich wieder und kann endlich weiter schlafen. Am nächsten Morgen nach dem Frühstück kommt der Arzt und versucht wieder mir zu erklären was ich genau habe und das er mich nicht alleine ins Hotel zurücklassen kann auch sobald es mir besser gehen würde. Aber am Samstag geht es mir noch gar nicht gut. Die Beine kann ich schon mehr bewegen ohne Probleme mit dem Rücken zu bekommen. Ich habe immer noch die Hoffnung das ich spätestens So. aus dem Hospital entlassen zu werden.
Es ist sehr einsam im Zimmer. An den Fernseher komme ich nicht ran, es gibt auch keine Fernbedienung dafür. Ich bin froh wenn ich an die Fernbedienung fürs Bett und den Notfallknopf dran komme, leider verschieben sie diese immer wieder wenn sie mir das Bett gemacht haben und ich muss mit enormen Streckversuchen oder Angeln-Versuchen wieder an diese kommen.
Ich bin froh dass ich den MP3-Player habe und die Klavierstücke von Kevin Kern hören kann. Diese beruhigen mich sehr und geben mir immer wieder Mut. Lesen ist durch den Tropf am Arm nicht möglich. Teilweise liege ich ganz ruhig im Bett und überlege was ich positives aus der Situation rausziehen kann. Ich bestärke mich immer wieder darin, dass ich ein lieber Mensch bin der viel der Welt noch geben kann, wie Liebe und Freundschaft. Ich weiß dass ich Glück versprühen kann und dass ich sehr glücklich mit mir bin. Denke an meine lieben Kinder die mich noch sehr brauchen und ich Ihnen noch so viel geben kann.
Nur einen Satz zum Essen im Hospital. Es ist furchtbar. Jeden Tag und jeder Gang das Gleiche. Kein Obst , keinen Kuchen , keine Veränderung und jedes Mal Sodacracker mit leichtem Salz und ein kleinen Pott Marmelade. Mittags und abends ein Stück Fleisch kaum gewürzt mit Salat, Suppe und Wassermelone (die ich gar nicht mag). Obwohl ich gesagt habe, dass ich keine Karotten, Äpfel mit Schale und Kiwis essen kann, wegen meiner Allergie, bekomme ich jeden Tag von morgens bis abends Karotten. Ich kann es einfach nicht mehr sehen, es schmeckt nicht nach ihm oder ihr. Ich träume schon von einem Hamburger, Eis und Pudding oder nur mal einen schönen Gemüseeintopf.
Sonntag geht alles wie am Samstag, die Schmerzen sind fast weg. Nur testen konnte ich es noch nicht beim Laufen oder Gehen, da ich ja noch nicht aus dem Bett durfte. Bis jetzt musste ich auch noch nicht auf Toilette. Ich mache meine Übungen im Bett und es knackt auch auf der rechten Seite.
Dann bekomme ich einen Anruf von der Reiseleitung die sich erkundigt wie es mir geht. Sie fragt mich wie wir weiter machen sollen, wann ich denn nach Hause geflogen werde und ob es nicht besser wäre mir den Koffer zu packen und vorbeizubringen. Dachte immer noch ich könnte ins Hotel zurück. Aber sie sagte mir, dass sie jetzt eine Entscheidung haben müsste, damit sie noch alles organisieren könnte. Denn jemand müsste die Schlüssel vom Hotelzimmer und Safe bei mir abholen und benötigen auch noch 50 $ für die Ablösung der Telefonrechnung im Hotel. Wir vereinbaren, dass jemand am So. Nachmittag vorbeikommt um die Sachen abzuholen und Sie anschließend ins Hotel fahren würde und alles für mich packen würde und ich Di. dann meine Sachen ins Hospital gebracht werden sollte.
Die Krankenschwestern sieht man nur wenn sie die Medikamente bringen, oder sich mal Erbarmen den Urinbeutel zu leeren. Oft ist der so voll, dass ich den Druck in der Blase schon spüre. Nur Magarita ist ein Lichtblick, sie ist mit einem Deutschen verheiratet und kann ein paar deutsche Wörter. Sie ist sehr freundlich und lacht immer. Versucht mich aufzumuntern und sogar zu trösten. Sie ist aber nur jeden 2. Tag da und hat dann von 7 am bis 7 pm Dienst. Sie sorgt auch endlich dafür dass ich im Bett von oben bis unten gewaschen werde und mir endlich mal die Zähne putzen darf.
Nachmittags kommt ein netter junger Mann von der Reiseleitung und holt die Schlüssel und das Geld ab. Schon ein komisches Gefühl alles aus den Händen zu geben. Jetzt können sie mir das ganze Hotelzimmer ausräumen, ich hoffe ich bekomme meine Sachen auch wieder.
In der Nacht schwillt mein linkes Handgelenk an und der Zugang muss auf meine rechte Hand gelegt werden.
Montagsmorgens muss ich doch mal auf die Toilette, ich schelle nach einer Schwester und bete sie mich auf die Toilette zu begleiten und ob ich mich auch mal waschen dürfte, weil ich stinken würde. Sie sagt wenn ich es dem Doktor nicht verraten würde könnte ich alleine auf die Toilette und sie würde mir Waschzeug besorgen. Es ist das erste Mal das ich meine Handtasche alleine auf den Nachttisch liegen lasse.
Als ich wieder komme sehe ich das mein Portemonnaie nicht mehr in der schwarzen Banktasche liegt sondern unter der schwarzen Tasche in meiner Handtasche ganz unten drin. Ich schaue sofort nach und stelle fest das meine ganzen Euros fehlen (zwar nur 30€). In der Nacht hatte ich alles noch kontrolliert und da war alles noch da. Ich drücke sofort den Notknopf und stehe zitternd vorm Bett, als dann die besagte Schwester kommt beschuldige ich sie gleich und sie holt Magarita und andere Schwestern. Es stehen nachher mehr als 6 Krankenschwestern da und schütteln nur den Kopf und sprechen wirr in Spanisch durcheinander. Dann kommt eine Verwaltungskraft und versucht auf Englisch mit mir zu sprechen. Es ändert nichts, ich durchwühle alles, das Geld fehlt. Denise (die deutschsprechende Verwaltungskraft) kommt nach 10 Uhr und spricht mit mir über die Situation. Das es Aussage gegen Aussage wäre und wenn ich es Anzeigen würde mit einer Gegenanzeige als Verleugnung zu rechnen wäre. Intern würde sie auf jeden Fall meiner Beschuldigung nachgehen, aber die Schwester würde nicht untersucht werden und das Geld würde eh nicht mehr wiedergefunden werden. Also wäre alles zwecklos. Denise sagt mir dass es im Kleiderschrank einen Safe gebe und ich die Freischaltnummer noch erhalten würde (diesen werde ich obwohl ich mehrmals nachgefragt habe, nicht erhalten auch nicht vor meiner Entlassung). Nachher kommt Denise noch einmal. Sie ist aus Hannover und kann sehr gut Spanisch und Englisch. Sie informiert mich grob über das was der Arzt rausgefunden hat, mit Ihr kann man leider nicht warm werden und so bleibt die Unterhaltung sehr kurz. In der nächsten Zeit informiert sie mich immer gegen 10 Uhr über den aktuellen Stand.
Nach dem Diebstahl habe ich meine Tasche immer bei mir, nachts schlafe ich auf Ihr und habe sie immer an meinem Körper.
Ansonsten läuft alles wie gewohnt ab, nachmittags kommt tatsächlich ein anderer Mann von der Reiseleitung vorbei und bringt mir endlich meine Sachen. Wow meine Sachen sind da. Gleich klingele ich nach Magaritas um mit Ihr meine Sachen zu kontrollieren. Es fehlt nichts, nur der Batteriedeckel von meinem Reisewecker fehlt. Ich bin sehr erleichtert, man kann sich wenigstens auf die Reiseleitung verlassen.
Endlich habe ich auch die Telefonnummer von meinen Eltern, die ich auch gleich anrufe. Sie sind natürlich zu recht überrascht und machen sich Sorgen. Ich gebe Ihnen noch die Telefonnummern von Stefanie B., damit sie bei Ihr meinen vorgesehenen Besuch nach dem Rückflug absagen können. Außerdem bitte ich meine Eltern meinen Wagen vom Parkplatz abzuholen, dass mir jetzt klar wurde, dass ich zurückgeflogen werden soll und per Krankenwagen nach Osnabrück gebracht werden soll. Ich muss beim Parkplatz anrufen um diese zu informieren, dass mein Vater meinen Wagen abholen wird. Denn der Schlüssel liegt beim Parkplatz und ohne Buchungsnummer werden sie diesen nicht rausgeben. Gottseidank machen die das ausnahmsweise, anschließend rufe ich meinen Vater noch einmal an und gebe ihnen alle Informationen und er will meinen Wagen am Dienstag gleich abholen. Super lieb von Ihm.
Telefonieren geht leider auch nicht so einfach, man kann immer nur über die Zentrale gehen und muss sich verbinden lassen. Die sagen sehr oft dass sie zu beschäftigt sind und sie zurückrufen werden oder dass sie sobald die Leitung steht mich noch einmal anrufen wollen. Oft vergessen sie einen einfach und man muss noch einmal anrufen, was die Dame in der Leitung sehr nervt.
Dienstag früh bekomme ich einen Anruf von der Versicherung, sie hätten jetzt alles organisiert und ich könnte mit meinem regulären Rückflug fliegen aber in der Businessklasse (1. Klasse), da ich unbedingt liegen müsse. Sie würden mir ein Formular schicken was ich dringend unterschreiben und die Verwaltung wieder zurückfaxen müsse. Dieses solle so schnell wie möglich unterschrieben zurückgeschickt werden. Nach dem Anruf rufe ich sofort in der Zentrale an und informiere diese über das Fax. Sie versprechen dass sie mir es gleich hochbringen würden, wenn es da wäre.
Nach dem Arztbesuch soll ich den Katheter rausbekommen um wieder das Gefühl für meine Blase zu bekommen. Leider schwillt jetzt auch mein rechtes Handgelenk an und ich rufe sofort die Schwester, die den Zugang abmacht und mir was zu Kühlen holt. Leider ist die Schwellung so stark das ich meine Hand nicht mehr schließen kann und ich aussehe wie ein Elefant. Ich weigere mich einen weiteren Zugang zu bekommen und bestehe auf Tabletten. Dadurch verzögert sich das befreien vom Urinbeutel. Nachmittags wird mir dieser endlich entfernt, nur der Schlauch bleibt noch da und ich muss ab jetzt eigenständig auf die Toilette. Ich sollte nie ohne Begleitperson auf die Toilette gehen aber leider kommt fast nie jemand wenn man klingelt.
Dienstagabends bekomme ich einen Anruf von der Versicherung, dass das Fax leider nicht angekommen ist. Dieses Formular habe ich mittags unterschrieben und mehrmals in der Verwaltung angerufen und gefragt ob es rausgegangen ist. Sie versprechen mir dass es rausgeht und alles in Ordnung ist.
Mittwochmorgens bekomme ich schon in früher Stunde einen Anruf, dass das Fax immer noch nicht das ist, und dass ich nicht fliegen könnte wenn das nicht innerhalb von einer halben Stunde da ist. Wieder rege ich mich super auf und bekomme kaum noch Luft. Ich telefoniere mit der Zentrale, es ist noch zu früh und Denise ist noch nicht da. Ich versuche es mit meinem gebrochenen Englisch. Alles vergebens. Doch dann bekomme ich endlich den Anruf von Denise, dass sie es jetzt eingescannt hätten und per Email an die Versicherung gesandt haben. Eine Stunde später kommt der Anruf von der Versicherung, dass es gottseidank noch geklappt hat und ich im Flieger eingeplant bin. Ich würde gegen 19:30 Uhr von der Ambulanz abgeholt werden und dann per Rollstuhl zum Gate gebracht werden.
Magarita sorgt dafür dass ich endlich richtig duschen kann und auch endlich meine fettigen Haare waschen kann. Super lieb macht sie dass, cremt mich nett ein und freut sich für mich.
Abends ist alles gepackt und verstaut und die Ambulanz kommt pünktlich. Wir fahren ca. 20 Min. und stehen pünktlich vor der Rampe. Ich frage die Begleitperson ständig wann ich meinen Koffer aufgeben kann und wo ich vom Rollstuhl übernommen werde. Er sagt immer wieder mir immer wieder wir würden auf den Arzt warten, der würde mich hier übernehmen und direkt zum Flieger bringen und dort würde ein Sicherheitsbeamter mein Gepäck kontrollieren und meinen Koffer übernehmen. 30 Minuten vorm eigentlichen Abflug frage ich wieder nach und sie rufen nochmals an und dann geht das hektische hin und her gefahren los. Wir fahren zum Eincheckterminal und da stehen auf einmal mindestens 6 Leute von AirBerlin und diskutieren alle auf Spanisch. Alle schreien durcheinander und diskutieren. Mittlerweile liege ich 3 Stunden in der Ambulanz ohne Wasser oder einen Toilettengang. Dann bekomme ich ein Handy in die Hand gedrückt und der Boss von dem Ambulanzteam diskutiert mit mir in Englisch, leider so schnell das ich kaum was verstehen kann. Auch die spanischen Diskussionen von draußen stören beim korrekten zuhören. Ich verstehe dass es einem großen organisatorischen Problem gab. Bis dahin habe ich aber noch die Hoffnung, dass ich trotz der überschrittener Abflugzeit immer noch fliegen kann. Doch dann teilt mir ein Mann von Airberlin auf Deutsch mit dass der Flieger weg ist. Nach zwei weiteren Stunden bekomme ich ein Handy gereicht und endlich ist meine Versicherung aus Deutschland ran und erklärt mir, das mein Flieger ohne mich gegangen ist und dass es organisatorische Probleme gab und wo ich jetzt hinwolle. In ein naheliegendes Hotel oder wieder ins Hospital. Ich sage nur das ich mich hier nicht auskenne und es lieber ist das ich in Hospital zurück möchte. Außerdem erwähnen sie den nächsten Flug um 15:50 Uhr am Donnerstag. Oh man bin ich kaputt und fertig, es ist so unfassbar.
Endlich bin ich wieder in meinem Hospitalzimmer und rufe sofort meine Eltern an und sage Ihnen sie möchten bitte doch mein Auto vor meiner Tür stellen und einen schönen Urlaub in Dresden verbringen. Sie sollen sich keine Sorgen machen, denn ich komme schon irgendwie wieder. Dann rufe ich noch die Versicherung an, die mir dann schon sagen können dass es gut aussieht mit dem Flieger und ich jetzt schlafen gehen solle und sie mich dann anrufen würden.
Donnerstagmorgens bekomme ich den ersehnten Anruf mit der Bestätigung, dass ich einen Platz im Flieger habe und ich um 13 Uhr abgeholt werde. Dieses Mal aber mit einer genauen Beschreibung wie und wo ich übergeben werden sollte.
Anschließend rufe ich in der Zentrale an um mich mit meinen Eltern verbinden zu lassen, die Dame fragt mich gleich aus und ich informiere sie, dass ich den Flieger bekommen könne, danach verbindet sie mich und meine Eltern sind hocherfreut das es klappt. Außerdem informiere ich die Verwaltung dass sie mir noch ein Email von der Versicherung ausdrücken müssen, da ich dieses als Ticket benötige. Bis ich das hatte dauerte auch wieder.
Gegen 12:30 holt mich dann wieder die gleiche Ambulanzbesatzung ab und bringt mich diese Mal an den richtigen Ort. Ich werde von der Rollstuhlbegleitung abgeholt und zum Airberlin-Schalter gebracht. Dort werden mir die Papiere aus den Händen gerissen und wieder hektisch auf Spanisch diskutiert. Mein Koffer wird mir aus den Händen gerissen und ich sehe nicht mehr wo er ist. Ich meinte ihn auf dem Fließband gesehen zu haben. Ich frage dauernd nach dem Ticket für meinen Koffer und bekomme keine Antwort. Dann verlässt mich die Begleitperson und sagt mir nur dass er gleich wieder kommt. Min. eine halbe Stunde stehe ich 3 Meter vorm Schalter weg und bin ganz alleine. Dann kommt der Mann vom Schalter zu mir und teilt mir mit das er keinen Platz in der Businessklasse habe nur in der Economy hätte. Er meinte er müsse mir das vorerst geben und hofft dass er es nachher noch anders umändern kann. Außerdem kramt er meinen Koffer hinter seinen Schalter hervor und gibt mir endlich auch das Ticket für den Koffer und für den Flug. Gottseidank.
Dann wurde ich von einer anderen Begleitperson abgeholt und zum Kontrollpassage gebracht. Viele Menschen müssen wir passieren. Es ist so voll im Flughafen. Endlich kommen wir bei dem Fließband an und er reißt mir einfach meine Taschen und meine Schuhe vom Leibe, schmeißt alles auf das Fließband und fährt mit mir um den Pudding durch eine andere Kontrolltür. Ich kann meine Sachen nicht mehr sehen und rufe immer „Meine Sachen – wo sind meine Sachen“ Es war schrecklich, ich
dachte die ganze Zeit jetzt klauen sie mir auch noch den letzten Rest von meinen Sachen. Aber endlich schiebt er mich doch wieder zu meinen Sachen und es fehlte gottseidank nichts. Ich bin schweißgebadet. Dann werde ich noch kontrolliert und meine Stützkorstett (das habe ich seit dem ersten Tag im Hospital angelegt bekommen) abgetastet.
Dann geht es weiter zum Gate. Die Begleitperson stellt mich mitten in den Raum ab, schreibt sich noch meinen Namen und die Flugnummer auf und geht einfach. Ich dachte er kommt gleich wieder, nein leider nicht. Ich stehe da hilflos und kann mit dem Rollstuhl auch nicht woanders hin rollen, da ich diesen einfach nicht vom Fleck weg bekomme. Keine Uhr in Sicht, nichts zu trinken und keine Deutschen zu sehen. Ich frage paar Kanadier wie spät es ist. Kurz nach 13:30 und mein Flieger soll erst um 15:50 gehen. Leider steht noch nichts angeschlagen. Stehe ich überhaupt richtig? Ich versuche mich zu beruhigen. Gottseidank habe ich eine supergute Blase. Ich schaue mich immer wieder um, ich finde keine Anschlagtafel die man sehen kann und auch keine Uhr. Um 15:10 kommen endlich Deutsche und ich frage eine nette Frau ob sie mich zum Schalter schieben könne. Ihr erzähle ich auch kurz meine Story und sie ist so nett und schickt mich direkt an den Schalter. Dort taucht auch schon das erste Personal auf und nach einer halben Stunde werden dann endlich mal die Tickets gescheckt. Ich sage Ihnen, dass ich Businessklasse haben soll und sie können es tatsächlich noch umbuchen. Dann werden alle Rollstühle abgeholt und meine Begleitperson fragte mich ob ich bis zum Flugzeug laufen könne. Ich erwiderte nur dass ich das nicht könne. Ich habe den innerlich total für bescheuert erklärt, aber nachher verstand ich was er meinte. Er meinte ob ich die Treppen zum Flugzeug hochlaufen könne. Das konnte ich nicht und somit mussten sie noch einen anderen Hubrollstuhl besorgen und trugen mich mit 4 Mann die Treppe hoch. Endlich war ich im Flugzeug angekommen und saß in der ersten Klasse. Ich hätte den Boden küssen können, so glücklich war ich. Die Stewardess war sehr nett und hilfsbereit. War ich glücklich. Den Sitz konnte man als Bett umbauen und ich hatte dadurch ein sehr bequemes Bett. Leider hatten wir 1 Stunde Verspätung und dann ging es endlich los. Wow was für ein Luxus mit dem Essen und den Getränken die gereicht wurden. Nur leider klappte es nicht so gut das die Stewardess mir zur Toilette helfen konnte, sie quatsche sich immer wieder fest und vergaß mich leider. Aber eine ältere Dame auf einem Nachbarsitz half mir endlich. Da war es ja schon 19 Uhr und ich konnte auch nicht mehr - meine Blase drückte ungemein. Der Überflug lief nach Plan und ich war so glücklich dass wir endlich in Düsseldorf landeten.
Dort wurde ich als Letzten mit einem Rollstuhl abgeholt. Dann durch die Kontrollstationen gefahren und mein Koffer haben wir auch schnell gefunden. Anschließend fuhren sie mich noch zur Ambulanz und dort konnte endlich der letzte Weg nach Hause angegangen werden. Die Fahrt war sehr nett und ging auch schnell vorbei. Zwei Stunden später gegen 9 Uhr waren wir endlich im Klinikum Osnabrück. Oh man habe ich mich gefreut was Vertrautes zu sehen.
Nach drei Stunden Wartezeit erklärte mir die Ärztin, dass ich keinen Bandscheibenvorfall hätte und ich auch keine Corsage benötige oder eine Operation. Also die in der DomRep alles übertrieben haben und ich mich schon viel früher hätte bewegen müssen um auch die Schmerzen schneller wegzubekommen. Dann wurde ich entlassen und Tanja war so lieb und hat mich nach Hause gefahren. Man war das eine Aufregung.

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